Welttag gegen Kinderarbeit: Bildung für alle!

Magazin, 09.06.2023

Mehr Chancen für Kinder durch Fairen Handel / Klimaschutz / Bildung bei Kakaogenossenschaft in Uganda

Wuppertal. Einkommen bei Partnerorganisationen in Afrika steigern, Kindern Bildungschancen geben und zugleich das Klima schützen: Wie das alles zusammenpasst, zeigt die GEPA zum Internationalen Welttag gegen Kinderarbeit (12.06.2023). Die weltweite Inflation setzt Produzent*innen im Globalen Süden besonders unter Druck. GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Faire Preise für Produzent*innen sind in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten aufgrund des Kriegs in Europa wichtiger denn je. Davon sind Kleinbauernfamilien im Globalen Süden noch viel stärker betroffen als wir. Durch den Klimawandel mit Trockenheit und Starkregen erleiden Kleinbäuer*innen zudem oft Ernteeinbrüche und Einkommensverluste.“ Zu niedrige Familieneinkommen sind der Hauptgrund für ausbeuterische Kinderarbeit. Die GEPA setzt dem konkrete Maßnahmen entgegen: faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen, eine kurze, transparente Lieferkette sowie Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. So trägt sie dazu bei, ausbeuterische Kinderarbeit zu vermeiden.

 

GEPA-Preis für Rohkakao 25 Prozent über Weltmarktpreis

Im letzten Jahr hat die GEPA für Rohkakao 25 Prozent über durchschnittlichem Weltmarktpreis gezahlt. Insgesamt erhielten 2022 die acht Kakaopartner in Afrika und Lateinamerika 3,2 Millionen US-Dollar (3,1 Mio. Euro). Damit Kinder aus Kakaobauern-Familien auch in Zeiten niedriger Weltmarktpreise eine Perspektive haben, hat die GEPA mit ihrem Kakao-Plus-Preis einen eigenen Mindestpreis als Absicherung nach unten eingeführt. Peter Schaumberger: „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Debatte über ein existenzsicherndes Einkommen, das eine der Grundlagen für optimale Entwicklung von Kindern ist.“ www.gepa.de/musterkalkulation-kakao.

 

Kakao-Kooperative BGCSL (Uganda) trägt einen Teil der Studiengebühren

Seit 2021 bezieht die GEPA Kakao von der Kooperative „Bundikakemba Growers Cooperative Society Limited” (BGCSL, Uganda). Die Organisation unterstützt Mitglieder ganz konkret bei der Ausbildung ihrer Kinder – so auch Josephine Nakato, Kakaobäuerin bei BGCSL: „Mein Sohn besucht die Makerere-Universität und die Kooperative übernimmt einen Teil der Studiengebühren.“
Peter Marahi, Manager bei BGCSL: „Wir sind stolz darauf, die GEPA als Käufer zu haben. Seitdem sind die Auswirkungen spürbar – und zwar sowohl auf der Ebene der Kooperative als auch der Ebene der Farmer*innen.“

 

Zusatzeinkommen durch Klimaprojekte

Mit Geldern aus dem Handelspartnerfonds der GEPA hat BGCSL mehrere Klimaprojekte initiiert. Dies dient nicht nur dem Klimaschutz; z.B. können Jugendliche und Frauen auch zusätzliche Einkommen erzielen und damit ebenfalls das Risiko von Kinderarbeit minimieren: 

  • Sie stellen Kohlebriketts aus Kakaoschalen her, so wird vermeintlicher Abfall recycelt zu umweltfreundlicher Energie fürs Kochen
  • Sie verkaufen außerdem energieeffiziente Öfen aus eigener Herstellung auf dem lokalen Markt.
  • Sie vertreiben Solarpaneele für klimaschonenden Strom, z. B. für Glühbirnen.
  • In drei Baumschulen wurden Bäume gepflanzt, die CO2 binden. So qualifizieren sich Mitglieder zudem in nachhaltigen Anbaumethoden weiter, um langfristig höhere Erträge und Einkommen zu erzielen. 

 

Celia Šašić: mit fairer Schokolade Zeichen setzen

Die ehemalige Nationalspielerin und Europameisterin Celia Šašić setzt als Botschafterin der GEPA ein Zeichen für Fairen Handel: „Durch Fairen Handel verdienen die Kakaobäuer*innen genug, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das ist großartig, denn so wird ausbeuterische Kinderarbeit verhindert."

Die GEPA positioniert sich ausdrücklich gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Hintergrundpapier unter folgendem Link: www.gepa.de/positionspapier-kinderarbeit.
Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Kinderhilfswerks Unicef von 2020 sind weltweit 160 Millionen Kinder von ausbeuterischer Kinderarbeit betroffen, 79 Millionen verrichten sogar gefährliche Arbeit. 

 

Über GEPA
Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit 48 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India und mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de, alle Produkte unter www.gepa-shop.de.

Mitgliedschaften:

  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • European Fair Trade Association (EFTA)
  • Forum Fairer Handel (FFH)

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Bildhinweise zur Pressemitteilung vom 09.06.2023

01 COOPOAGRO: Raul und Adriana bei Schulaufgaben

Zum UN-Aktionstag gegen ausbeuterische Kinderarbeit (12. Juni) zeigt die GEPA am Beispiel Kakao, wie der Faire Handel Kinder im Globalen Süden schützen und ihnen bessere Bildungschancen bieten kann. Zentral sind faire Preise und langfristige Zusammenarbeit, damit die Eltern ausreichend verdienen, um ihre Kinder wie Raul und Adriana in der Dominikanischen Republik in die Schule schicken zu können.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company / C. Nusch

 

02 Celia Šašić mit GEPA-Schokolade

Die ehemalige Nationalspielerin und Europameisterin Celia Šašić setzt als Botschafterin der GEPA ein Zeichen für Fairen Handel: „Durch Fairen Handel verdienen die Kakaobäuer*innen genug, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das ist großartig, denn so wird ausbeuterische Kinderarbeit verhindert." 

Foto: GEPA – The Fair Trade Company / C. Schreer

 

03 GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger

GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger zum Kakao-Plus-Preis, den die GEPA für ihre Kakaopartner als Absicherung nach unten eingeführt hat: „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Debatte über ein existenzsicherndes Einkommen, das eine der Grundlagen für optimale Entwicklung von Kindern ist.“ Mehr Informationen unter www.gepa.de/musterkalkulation-kakao.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company / A. Fischer

 

04 GEPA-Partner BGSCL, Uganda

Die Kooperative „Bundikakemba Growers Cooperative Society Limited” (BGCSL, Uganda) unterstützt nicht nur Mitglieder ganz konkret bei der Ausbildung ihrer Kinder. Mit Geldern aus dem Handelspartnerfonds der GEPA hat BGCSL außerdem mehrere Klimaprojekte initiiert. Zum Beispiel stellen Jugendliche und Frauen Kohlebriketts aus Kakaoschalen her. So wird vermeintlicher Abfall zu umweltfreundlicher Energie fürs Kochen recycelt. Durch das zusätzliche Einkommen wird außerdem das Risiko von Kinderarbeit minimiert.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company / BGCSL

 

05 COOPOAGRO: Adriana und Raul im Kakaobaum

Damit Kinder aus Kakaobauern-Familien wie Adriana und Raul in der Dominikanischen Republik auch in Zeiten niedriger Weltmarktpreise eine Perspektive haben, hat die GEPA mit ihrem Kakao-Plus-Preis einen eigenen Mindestpreis als Absicherung nach unten eingeführt. Im letzten Jahr hat die GEPA für Rohkakao 25 Prozent über durchschnittlichem Weltmarktpreis gezahlt.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company / C. Nusch

 

Quelle: GEPA – The Fair Trade Company

 

Weitere Bilder zu dem Thema Nachhaltigkeit finden Sie hier.

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